TWIKE Klub

 
 Burgwald-Discovery 99
 
Rosenthal
Das Wappen von Rosenthal in Hessen (D)

Ausschreibung der Burgwald-Discovery 99
 

 
 
Im Juli 1999 fand beim TWIKE Zentrum Rosenthal eine Veranstaltung statt, die Kultur und sanftes Reisen verbindet: Die Burgwald-Discovery. Martin und Wolfgang Möscheid, Bernd Werner und ihre Freunde hatten den Anlass vorbereitet, in dessen Rahmen man die Gegend und Ortschaften, Gebäude und Gaststätten, Betriebe und Persönlichkeiten, Geschichten und Gastronomie kennenlernen konnte. – Der Bericht von Peter Zeller.

 

Einzug in Rosenthal

Schon vor langer Zeit hatte ich sie mir fest vorgenommen: die "Burgwald-Discovery", eine Rundfahrt im Burgwald-Gebiet bei Rosenthal in Hessen, nördlich von Marburg. Wolfgang Möscheid hatte während der TWIKE Challenge 98 davon geschwärmt, er wolle im nächsten Jahr im Sommer einen märchenhaften Anlass organisieren. Eine Fahrt durch Feld und Wald, um das Unerwartete zu entdecken. Geschichten in der Frühe, Essen am Tag, Feuer am Abend, Erlebnisse in der Nacht. – "Kommst du auch?" fragte mich sein Bruder Martin. – "Ja, natürlich", erklärte ich mit dem sicheren Gefühl, dass mich ein paar Tage besondere Ferien erwarteten.

Ich fuhr mit der Bahn von Zürich nach Basel, die oberrheinische Tiefebene hinunter – eine ziemlich flache Gegend – nach Karlsruhe und Mannheim und von dort nach Frankfurt und Marburg. Mit meinem TWIKE 003 hätte es nicht fünf Stunden, sondern vielleicht zwei Tage gedauert bis zur Ankunft. Hätte ich nicht schon Deutsch gekonnt, so gut das ein Schweizer kann, so wäre das TWIKE das Fahrzeug meiner Wahl gewesen. Denn in den regelmässigen Fahrpausen begegnet man Leuten und kann, ja muss sich mit ihnen unterhalten.

Im Zug lese ich ein Buch über Helden und ihre Taten, Pioniere, die dort hingehen, wo nie jemand schon war. Es passt zu meiner Reise. Am Bahnhof von Marburg werde ich abgeholt. Von Wolfgang und Marilin, der letztes Jahr in Tallinn zur "Miss TWIKE" gewählten jungen Dame aus Estland. Ihre Haare sind kunstvoll zu kleinen, langen Zöpfchen geflochten. "Das Wickeln dauert neun Stunden", sagt sie auf Englisch, das sie in der Zwischenzeit schon ein bisschen gelernt hat. Ein Kunstwerk, muss ich zugeben. Sie ist ja schliesslich Haarkünstlerin von Beruf. Ab und zu arbeitet sie als Model oder zieht die Lotto-Zahlen am estnischen Fernsehen.

Rosenthal
Rosenthal

Wir fahren nach Rosenthal, wo schon TWIKE rumstehen und einige futuristische Fahrräder. In der Elektronikwerkstatt gibt's was über Batterien zu berichten. Bernd Werner ist der Experte. Die anderen bereiten inzwischen den Grill vor oder kurven auf den Liegerädern in der Gegend rum. "Du fällst gleich um, wenn ich dich nicht halte", ist Horst Schneider überzeugt. Bei seinem Rad liegt die Lenkstange unter dem Sattel. Ich komme aber ganz gut damit zurecht. "Die Federung ist prima."

"Bernd isst sein Ketchup mit Wurst", amüsiert sich Martin. Während dem Essen findet Nette die Diskussionen nicht immer so spannend. "Hier reden sie über Motoren und dort über Batterien", klagt sie. Martin tröstet: "Du musst verstehen, die Fachleute treffen sich ja auch nicht so oft." – So geht es geht hin und her bis spät in die Nacht hinein.

   
 

Feuer und Sonne

Bei Gerry Lanz, dem jungen Kunstschmied um die Ecke, wird der erste Preis aus Bronze und Feuer gehämmert. "Unter fünfhundert Grad darf's nicht fallen, sonst zerbricht es, wenn ich draufhämmere. Und wenn's zu heiss wird, so über 800 Grad, dann zerspringt es beim ersten Schlag in Stücke." – Genau beobachtet er die Farbe des Werkstückes; ein dunkles Rot muss es sein, wenn es aus der Esse auf den Amboss kommt. Auf einem Stück durchlöcherten, vulkanischen Gestein aus der Gegend wird eine weibliche Figur mit einer Flammenaura wie Sonnenstrahlen aufgesetzt. "Hätte ich Silber genommen, wäre das Material schon auf 3000 Mark gekommen." – Um das Bronzestück fertig zu schmieden, braucht er noch einige Stunden. Am Schluss wird es poliert und gebeizt. "Die Sonne und das Weibliche symbolisieren das Leben und die Entstehung des Neuen, ein Sinnbild für Energie und Natur."

In der Schmitte
Kunstschmied Gerry Lanz behämmert den ersten Preis

Ich schwinge mich auf Horsts Liegerad und los geht's in den Morgen hinein. Nicht weit von da gehen wir ein Haus besichtigen, wo im Rahmen eines Umbaus eine Solaranlage auf dem Dach eingebaut wurde, gut eingepasst an die Dachfenster.

Unterwegs brennt die Sonne. Zwar hatte ich meine offene Haut mit Schutzfaktor Zwanzig eingeschmiert, aber ich fühlte mich nicht ganz wohl, liegend auf dem Rad gebraten zu werden. Wir fahren die Strasse ein paar Kilometer das Tal hinunter entlang dem Bach, nach Langendorf und Wohra. Hier fliesst das Wasser aus Rosenthal weg und es ist gleichzeitig die einzige Lücke im Wald, die nach "draussen" führt.

Zwei Kilometer weiter liegt Halsdorf, wo wir uns besammeln. Die Fahrt mit den Liegerädern braucht etwas mehr Zeit, so dass die einen Fahrer eine Abkürzung nehmen werden. Ich wechsle deshalb ins TWIKE von Marilin, die mich nun herumfährt. Sie hat zwar noch kaum Erfahrung damit, macht es aber sehr gut.

Im Dorf besuchen wir ein neues Solarhaus, das auf einer grossen, drehbaren Scheibe aufgebaut ist. "Ich habe noch nie ein Haus gesehen, das man in die Sonne drehen kann", meint jemand. – Die Stube ist hinter einem verglasten Wintergarten aufgebaut. – "Wo gehen hier die Leitungen durch?" frage ich und mache einen Sprung über den Wassergraben, um unter die Platte zu schauen. Offenbar führen sie in der Mitte des Hauses in einen Schacht. Aussen liegt die Platte auf einer Reihe von Rollen auf, die das ganze Haus tragen.

Solarhaus
Das ganze Solarhaus kann man um die eigene Achse drehen

Den nächsten Halt machen wir in der kleinen Stadt Rauschenberg vor dem Stadthaus, einem alten Riegelbau mit angebautem Steinturm. Eine Mitarbeiterin führt uns auf die Aussichtsplattform hoch, so eng, dass sich keine zwei Leute kreuzen können. Ein schöner Ausblick auf die dicht zusammenstehenden Häuser und die Kirche an der Flanke des benachbarten Hügels. "Der Kirchturm hat eine welsche Haube, das ist selten hier in der Gegend", erklärt Herr Bart, der Bürgermeister, der inzwischen zusammen mit einer Journalistin zu uns gestossen ist. "Wir haben eine historische Unterhaltspflicht für die Kirche, die wir in den nächsten Jahren erneuern müssen." – Er erzählt von mehreren Stadtbränden in den vergangenen Jahrhunderten, die zur Verschärfung der Bauvorschriften geführt hat und zur Verleihung des Stadtrechtes für gerade ein paar tausend Einwohner. "Der Fürst wollte damals den Wiederaufbau nicht bezahlen und hat sich gedacht, da kann er was einsparen, wenn die Leute selbst schauen müssen."

Rauschenberg
Rauschenberg mit Kirche

Im Dachgeschoss ist ein Ortsmuseum eingerichtet mit allerlei Werkzeugen und Bildern. In einer Ecke stehen mannshohe Figuren in farbigen Trachten. "Die waren in jedem Ort verschieden. Da gab es noch keine Reissverschlüsse." erklärte der Bürgermeister. Wieder auf dem Platz wird ein Apéro serviert, in hübschen Keramikbechern. "Die machen wir hier in der Gegend. Sie dürfen ihn als Geschenk behalten!"

 

Im Märchenland

Eines der grössten Unternehmen für erneuerbare Energien in Deutschland ist die Firma Wagner Solartechnik in Cölbe. Rund 100 Leute kümmern sich in den verschiedenen Abteilungen um die Nutzung der Sonnenenergie durch Photovoltaik oder zum Aufheizen von Warmwasser. Sie veranstalten Kurse für Bauherren, Architekten, Handwerker und Politiker.

Man wartet schon auf uns. Wir werden in den lichtdurchfluteten Neubau geführt und nehmen an einem Rundgang teil, wo uns die Firmenphilosophie und die Produkte gezeigt werden. "In der Mitte des Hauses steht ein hoher Tank mit 85 Tonnen Wasser, eingepackt mit einer Schicht von 50 cm Steinwolle. Im Sommerhalbjahr wird er über die Sonnenkollektoren aufgeheizt, im Winter profitieren wir davon." – Wir rechnen aus, welche Menge Energie da drin gespeichert ist und kommen auf einen Betrag, der etwa 500 Litern Erdöl entspricht. – "Die Geschäfte gehen gut, weil verschiedene Solar-Förderprogramme laufen und gerade ein 1000-Dächer-Programm gestartet wird."

Bei Wagner Solartechnik
Marilin Thalberg, Miss TWIKE 1998, übt auch auf den Liegerädern

Gegenüber unseren Fahrzeugen sind unterdessen einige Harley-Davidsons zu einem Treff eingefahren. Man bestaunt sich gegenseitig. Wir fahren los, weiter nach Westen auf einen sonnigen Aussichtspunkt. Früchte dienen als Vorspeise, während das Mittagessen in Sarnau unten auf uns wartet. Das Restaurant ist ein vorbildlicher, nach ökologischen Richtlinien geführter Betrieb. – "Warum giesst die Serviertochter Wasser in den Napf des Hundes?" frage ich mich, denn der Hund ist aus Keramik. – "Das ist nicht für den, sondern für die anderen Hunde, die da vorbeikommen!" werde ich belehrt.

Nach der reichlichen und gemütlichen Mahlzeit erreichen wir eine kleine Stadt mit Namen Wetter. Mir kommt gleich in den Sinn, wie man die Lokalzeitung nennen könnte: Wetterprognose. – Auch hier wird der Stadtkern durch Fachwerkhäuser eingerahmt. Oben steht eine alte Klosterkirche neben zerfallenem Gemäuer. "Da lebten ums Jahr 1100 herum Nonnen, die nicht eines der sonst üblichen Klostergewänder trugen, sondern weltliche Kleider. Das Kloster wurde später aufgehoben, weil nicht alle Nonnen ihren Gelübden treu waren." Der Ort hat seit rund 800 Jahren Stadtrechte.

Unterwegs suchen wir ein kleines Schlösschen. "Der Künstler der Gebrüder Grimm hat das ins Märchenbuch gezeichnet", erzählt Wolfgang. "Rapunzel liess hier das Haar herunter, damit der Prinz hinaufklettern konnte." – Das kleine Gartenhäuschen neigt sich über die Strasse. Marilin übernimmt die Rolle der Rapunzel. Ihr Haar reicht noch nicht ganz bis zum Boden.

Rapunzel
"Rapunzel, Rapunzel, lass dein Haar herunter!"

Unsere nächste Station ist das Hotel "Alte Post" in Wollmar. Es hat den Beinamen "Märchenhotel". Der Wirt geleitet uns durch die Zimmer, eines wundersamer als das andere. Die Tapeten und die Bilder zeigen verschiedene Themen. Da gibt es ein Jagdzimmer, ein Schwanenzimmer und so weiter. In einem alten Theatersaal werden Rollenspiele veranstaltet, wo die Leute Märchen wieder aufleben lassen. Wer wollte nicht einmal ein Rotkäppchen sein, oder König Drosselbart, oder Rapunzel?

Im Hof haben wir inzwischen unsere TWIKE eingesteckt. Touristen aus Berlin nimmts wunder, was das sei. – Bernd macht sie neugierig: "Morgen sind wir in Ernsthausen an einem Zwölf-Stunden-Rennen. Da gibts noch andere Fahrzeuge zu sehen." – Marilin setzt sich auf die Holzschaukel und geniesst den Augenblick. Wolfgang ist seine Freundin Yvonne holen gegangen. Sie begleitet uns auf der Weiterfahrt.

Wir kommen durch Münchhausen, wo wir überall auf Tafeln dem berühmten "Baron" begegnen, obwohl der gar nichts mit dem Dorf zu tun hatte. Es gibt noch andere Orte mit Namen Münchhausen. Aber wer will schon auf kostenlose Werbung verzichten?

 

Feststimmung

Wir klettern eine steile Strasse hoch auf den Christenberg. Oben steht die prächtige Kirche inmitten eines Friedhofs. Wir werden von den Brüdern Bernd und Hans-Dieter Bleckmann erwartet, die mit ihrem TWIKE aus der Gegend von Hannover gekommen sind. Sofort hin zur die Gaststätte, wo uns neue Namen aus dem Flaschenkeller begegnen: Vitamalz ist ein süsses Malzgetränk, besonders bevorzugt von lettischen Lotto-Feen. Und ein Spezi ist eine schiefe Mischung aus Cola und Apfelsaft – oder war es Zitronensaft?

Nun fahren wir eine weite Strecke durch den Wald, ein TWIKE hinter dem anderen. – "Da stehen Buchen, Birken und Fichten, ein richtiger Mischwald." – In Rosenthal haben sich bereits weitere Gäste eingefunden, die mit uns zusammen auf ein Fest gehen wollen. Aber zuerst muss noch ein Auto repariert werden. Wolfgang fährt es über die Grube in die Werkstatt und fachsimpelt, woher wohl das Öl komme, wovon eine Pfütze auf dem Hof liegt. "Es ist irgendwo nicht dicht." meint einer. Na klar. Das schuldige Röhrchen ist bald entdeckt. Eine Befestigungslasche war lose, da hat das Rohr die Schwingungen nicht ausgehalten und ist müde geworden.

Entdeckt heisst noch lange nicht repariert. Und so dauert es eine ganze Weile, bis wir doch noch aufbrechen zum Jubiläumsfest eines Gartenbauers, der alle seine Freunde, und deren Freunde mit ihren Freunden zu sich eingeladen hat. Über dem Feuer brutzeln Fleisch und Pilze, hinter der Theke fliessen Bier und Wasser, ums warme Feuer sitzen die Gäste. Die kleinen Buben rasen mit Plastiktraktoren in halsbrecherischer Fahrt die Wiese hinunter. Sie fahren wohl die gleiche Marke wie der Vater. – Spät in der Nacht trifft TWIKE-Fahrer Marc Mosimann aus Bern ein. Er erzählt von den Inseln Griechenlands, wo er in den Ferien war. "Da steht die Zeit still", sagt er.

 

Die zwölf Stunden von Burgwald

Burkhard Schade und Heidi Amende kommen aus der Gegend von Fulda. Sie hatten im Frühling ein TWIKE ausgeliehen und sind damit von Kassel nach Florenz gefahren (Reisebericht). Eigentlich sollte das Rennen um acht Uhr in Ernsthausen am Rande des Burgwald starten. Und es ist schon halb acht Uhr. "Die Journalisten und die anderen Fahrer warten schon", drängt Wolfgang.

Beim Start
Start zur Zwölf-Stunden-Fahrt

Es klappt dann doch noch. Vor dem Autohaus Burgwald haben Bernd und seine Kollegen im Schatten einen Tisch aufgebaut, wo sie Startnummern, Streckenpläne und das Roadbook ausgeben und während den nächsten zwölf Stunden die durchfahrenden Mobile im Auge behalten. Musik dringt aus Lautsprechern beim Bierzelt, überall drängen sich Fahrzeuge zum Start. Von der Universität Karlsruhe sind Mark Römer, Bernd Poenike und Michael Lerch angereist. Sie haben ihr Solarmobil "Delphin" mitgebracht, einen weissen, einplätzigen Flitzer in Form eines Segelflugzeug-Cockpits, an dessen Schultern flügelgleich die Solarzellenfläche nach hinten schwebt. Vorne hat es zwei seitlich abstehende Räder, hinten ist eines im Rumpf zusammen mit dem Antriebsmotor verborgen. "Das fährt 120 Stundenkilometer Spitze. Aber wir fahren heute sparsam, da unser Lauf für die Deutschen Solarmeisterschaften gewertet wird", erklärt Michael.

Delphin
Der Delphin, das Solarmobil der Uni Karlsruhe

Unsere Aufgabe ist, innerhalb von zwölf Stunden mit den Fahrzeugen, die mit erneuerbaren Energien betrieben werden, eine möglichst grosse Strecke zurückzulegen und dabei möglichst wenig Energie zu verbrauchen. Wir müssen auf öffentlichen Strassen fahren und die Verkehrsregeln beachten.

Ich habe es nicht gerade eilig, klebe erst mal die Startnummern auf und fahre dann ein paar Minuten nach acht Uhr los, zusammen mit Michael Lerch, der sich die Strecke angucken will. Eine Rundfahrt ist 42.4 Kilometer lang und führt von Ernsthausen nach Roda, Rosenthal, Bracht, Schönstadt, Oberrosphe, Mellnau, Simtshausen, Münchhausen und wieder zurück nach Ernsthausen. "Du liest die Karte", bitte ich Michael, der sich in die Unterlagen vertieft. Im Roadbook gibt es Bilder, wo die Miss TWIKE an Kreuzungen jeweils den Weg weist. Wir schwatzen und schwatzen, fahren durch Rosenthal und Bracht, und plötzlich sehen wir die Ortstafel von Cölbe. "Verflixt, wir sind zu weit", ärgere ich mich. "Wir haben die Abzweigung verpasst." Also versuchen wir, eine Abkürzung zu nehmen. Die Strasse wird immer schmaler und holperiger und führt durch einen Wald. Vorne werken zwei Waldarbeiter am Wegrand. "Wo gehts hier lang nach Oberrosphe?" fragen wir die verdutzten Männer. – "Zuerst kommt ihr nach Unterrosphe, wenn ihr da hinunterfahrt" anwortet einer.

Wir fahren durch ein Dorf und ein zweites Dorf und begegnen einer Gruppe von Leuten, worauf wir anhalten und uns nach dem Weg erkundigen. "Wenn Sie vorne wieder falsch abbiegen, werden sie noch ein drittes Mal im Kreis fahren." erklärt eine Frau. – "Na, da sind wir ja richtig!" freue ich mich, denn die Frau hat unser Fahrzeug mit zwei anderen TWIKE verwechselt. Wir bedanken uns und fahren los nach Mellnau, dessen Burg hoch über dem Ort thront. Den Rest der Runde absolvieren wir ohne Umwege und erreichen Ernsthausen, wo ich das Fahrzeug erst mal einstecke, da ich Hunger habe.

Andere Fahrer sind natürlich schneller gewesen als wir. Marc steht schon da und kühlt die Batterien seines TWIKE mit Pressluft aus der Werkstatt. Er fährt das TWIKE 120 von Bart Viaene aus Belgien, das zum Service nach Rosenthal gebracht worden war und nun während dem Rennen ein Batterietraining erhält. Auf der ersten Runde hat er Claudia Theiss mitgenommen, Journalistin einer Regionalzeitung. "Sie hat unterwegs die Vögel zwitschern hören." erzählt er.

 

Kalorien und Millimeter

Einige Gäste beobachten die Fahrzeuge. Ich spreche ein junges Paar an: Martina Klein und Andreas Becker. "Wenn ihr wollt, dürft ihr mitfahren." biete ich an. Martina will zuerst. Wir fassen noch die erste Aufgabe der Sonderprüfungen: Mit möglichst fünf Mark sollen wir unterwegs Lebensmittel mit möglichst genau 2500 Kilokalorien Energieinhalt einkaufen. "Es muss aber angeschrieben sein und den Kassenzettel müsst ihr als Beweisstück mitbringen." trägt Bernd uns auf.

Horst Schneider
Horst Schneider legt sich in die Kurve

In Roda sehen wir einen grösseren Laden, parken das TWIKE im Schatten und gehen hinein. Ich stelle mich vor die Suppenbeutel und vergleiche die Zahlen. "Da liegen wir voll daneben." stelle ich fest und versuchs mit den Teigwaren. Inzwischen kümmert sich Martina um die Getränke. Auch Babynahrung, Früchte, Waschmittel und Konserven führen nicht zum Erfolg. Das eine ist zu teuer, das andere nicht beschriftet. Sollen wir länger suchen, oder uns für irgendwas entscheiden? Je länger wir suchen, desto mehr Distanzpunkte verschenken wir. Wenn wir aber mit Preis oder Energieinhalt daneben liegen, gibts Strafpunkte. "Die Schokolade ist nicht mal mit dem Energieinhalt angeschrieben", wundere ich mich. "Da weiss man ja gar nicht, wie dick man damit wird!" – Plötzlich ein Freudenschrei. "Ich hab was", ruft Martina und schwenkt ein Pack mit Kinder-Schokolade. Ich rechne nach und stelle fest, dass wir mit zwei Pack genau auf 2343.6 Kilokalorien und fünf Mark achtunddreissig kommen. Nicht schlecht.

Diesmal erwische ich die Abzweigung nach Oberrosphe. Die Sonne brennt herunter und ich bin froh, dass ich mich in Ernsthausen in den Schatten setzen kann. In der Ladepause muss ich die nächste Aufgabe lösen. Bernd malt auf dem Gehsteig mit einer weissen Kreide zwei kleine Kreuze im Abstand von zwei Metern. "Das ist der Promilli-Meter-Test. Hier hast du eine rote Kreide, mit der du die beiden Punkte verbinden musst, mit einer möglichst geraden Linie. Ich werde dann die maximale Abweichung messen. Jeder Millimeter daneben gibt einen Bonuspunkt weniger." Das ist ja schwierig, denke ich und peile mit den Augen zwischen den Kreuzen hin und her. Soll ich rückwärts gehen, oder vorwärts? Schliesslich fange ich an und behalte das Ziel im Auge. Immer schön ein Stück näher. Fertig.

Bernd zieht eine blaue Schnur aus einer Rolle. "Das ist eine Spickschnur. Sie hat Kreide drin. Steh mal auf einem Ende drauf!" – Wir verbinden die Kreuze mit der Schnur und spannen. Bernd packt die Schnur und lässt sie spicken. Auf dem Boden ist plötzlich eine blaue, gerade Linie zu sehen, wie mit dem Lineal gezogen. Ich bin erstaunt. Mit dem Massstab messen wir die Abweichung: fünfzehn Millimeter. Auch nicht schlecht.

 

Der Eiswagen

Die nächste Runde absolviere ich mit Andreas. Er arbeitet bei Siemens und programmiert Telefonzentralen. Diesmal nehmen wir es gemütlich und treten in die Pedale. Als die Burg von Mellnau in Sicht kommt, frage ich: "Wollen wir uns die Burg ansehen?" Andreas ist einverstanden. Also verlassen wir unsere Strecke und kurven durch die Gassen den Hügel hoch. Kinder rennen über die Strasse. "Ein Eiswagen", stelle ich fest und halte an. Sofort werden wir von einer Gruppe Mädchen und Buben umringt. "Zuerst wollen wir uns ein Eis kaufen", verkünde ich und beantworte inzwischen die Fragen, die sie stellen. – "Dürfen wir mitfahren?" betteln sie. – "Ja, wenn wir das Eis gegessen haben." Wir verziehen uns in einen schattigen Hof. Die Kinder machen untereinander aus, wer nach wem dran kommt. Die Kleinen werden zuerst vorgelassen. Mit jedem drehe ich eine Runde im Hof. Sie sind begeistert und winken uns nach, als wir weiter zur Burg hochfahren.

Von der Ruine Mellnau sind nur noch einige Aussenmauern erhalten. Der grosse Turm wurde in diesem Jahrhundert als Aussichtsturm ausgebaut. Nach Nordosten breitet sich auf den Hügeln der Burgwald aus, auf der anderen Seite im Tal liegt Wetter, wo wir auch schon waren.

Tanz
Pausen-Tanz

Während der Ladepause diskutiere ich mit den übrigen Fahrern. Die "Bleckmänner" haben bei ihrem TWIKE 135 zusätzliche Kühlrohre eingebaut. Burkhard und Heidi fahren im TWIKE 316 von Georg Schumacher aus Lorsch. Wolfram Leister aus Leun hat sein TWIKE 061 mitgebracht und stellt es Ludwig Klingelhöfer und weiteren Fahrern zur Verfügung. "Mein" TWIKE 133 gehört Möscheids und wird nun von Marilin ausgeliehen, die mit Yvonne auf eine Runde losfährt, aber ohne mir was zu sagen. – "Wo ist mein TWIKE?" frage ich Wolfgang. – "Die Marilin ist auf eine Probefahrt gegangen." – Mein Team wird also immer grösser, während ich mich an die Lösung der dritten Sonderprüfung mache. Diesmal sind es vier schriftliche Aufgaben zum Thema Energie. Wieviel Jahresertrag bringt eine der vier grossen 600 Megawatt-Windturbinen, die oben auf dem Hügel in die Luft ragen? Wie stark scheint die Sonne bei uns auf die Erde, wenn keine Wolken da sind? Knifflige Fragen. Jede gibt 25 Punkte, wenn sie richtig beantwortet wird. Diesmal habe ich Glück und schaffe 100 Punkte!

Als Marilin wieder zurückkehrt ist es schon bald Abend. Soll ich noch auf eine nächste Runde aufbrechen? Wir entscheiden uns, nicht mehr zu starten und stattdessen später alle miteinander auf den Hügel zu den Windturbinen hochzufahren, um im vergehenden Abendlicht ein paar Fotos zu schiessen.

Aber zuerst kommt noch die vierte Sonderprüfung. Wir setzen uns alle hin und Martin legt die CD "Irreal Ultra" ein, wo der Kabarett Willy Astor das Märchen von "Radkäppchen und dem bösen Golf" erzählt. Es ist zum totlachen! Unsere Aufgabe ist es, in der Geschichte möglichst viele Automarken herauszuhören, die irgendwo in den Sätzen versteckt sind. Der Kater Lysator und die obenliegende Nockenwelle kommen ebenso vor wie die Zündkerze und das Pannendreieck. Ich finde zweiundzwanzig Marken heraus. Einen habe ich überhört. Wann hat er "Volkswagen" gesagt? Für mein Resultat gibts neunzig Punkte.

 

Es rauscht der Wind

Die vier Windanlagen auf dem Hügel sehen fast gleich aus. Ein rund 60 Meter hohes weisses Rohr von nicht ganz zwei Metern Durchmesser trägt oben eine Gondel mit dem elektrischen Generator. Die drei weissen Flügel des Propellers haben eine Länge von vielleicht zwanzig Metern. Jedesmal, wenn ein Flügel unten am Turm vorbeistreicht, hört man ein leichtes Sausen, ansonsten arbeitet die Anlage praktisch geräuschlos.

Auf dem Hügel
Auf dem Hügel

Wir stellen den "Delphin", die TWIKE und die Liegeräder in eine Reihe hin und bleiben eine Weile da, bis die Sonne hinter dem Horizont verschwunden ist.

Wind und Sonne
Beim Windrad

In Rosenthal ist auf der Wiese hinter Möscheids Haus ein Holzstoss vorbereitet, der nun angezündet wird. Auf dem Grill gibts Würste. Wir setzen uns ans Feuer und schauen in die Glut. "Ich lach mich manchmal kaputt, wenn ich die Schweizer reden höre." meint Nette. "Da kommen Worte vor, die nicht in unsere Ohren hineinpassen." Ja, tatsächlich. Wo mir eine Reservation normal erscheint, oder parkieren und absitzen, dann klingen diese Worte in Deutschland anders. Es heisst da Reservierung, parken und sich hinsetzen. Man gewöhnt sich an alles, auch an Fehler.

Abendfeuer
Abends am Feuer

Burkhard und Heidi haben am Rand der Wiese ein Zelt aufgestellt. Nach und nach wird der eine nach dem anderen müde und legt sich schlafen. Nur Martin, Marc und ich sitzen noch da, und denken über die Zukunft nach. Warum beschäftigen wir uns mit Solarmobilen? Was treibt uns an?

Stunden vergehen, bis es am Horizont wieder hell wird. Eine Amsel beginnt auf dem Dachfirst zu pfeifen. "Die ist hier zu Hause. Die singt immer in der Frühe." weiss Martin.

 

Preisverleihung

Die einen schlafen am Sonntagmorgen etwas länger aus. Das Mittagessen ist in einem zur Gaststätte umgebauten alten Bahnhof in Gemünden vorgesehen. Die Bahnlinie ist schon lange aufgehoben, aber ein alter Wagen dient im Garten als Speisesaal bei Regenwetter.

Marilins estnischer Freund ist heute aus Tallinn angereist. Er spricht kein Wort Deutsch und Englisch. Marilin muss sich deshalb als Dolmetscherin betätigen und erklärt ihm die Speisekarte.

Wanderpreis
Der Wanderpreis

Martin hat den Hauptpreis mitgebracht: die nun fertige Skulptur von Kunstschmied Gerry. Sieht hübsch aus. Der Wanderpreis geht ans Team der Uni Karlsruhe, das knapp vor Marc Mosimann gewonnen hat, dank einer ausgezeichneten Leistung bei den Sonderprüfungen. Marc hat dafür mit 254.4 Kilometern den Streckenrekord geschafft. "Da wäre noch mehr möglich gewesen." ist er überzeugt. Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer erhalten ein Zertifikat, das die erbrachte Leistung dokumentiert.

Die Sonderprüfungen wurden allgemein gut gelöst. Zum Beispiel hat Marc beim Einkaufen ein Müesli für vier Mark neunundneunzig mit 2550 Kilokalorien gefunden. Beim Promillimeter-Test war Mark Römer aus Karlsruhe bis auf 10 Millimeter genau. Von den Fragen haben einige Teams sämtliche richtig gelöst und bei den Automarken hat das Team aus Karlsruhe alle herausgefunden. - Die Rangliste.

Preisverleihung
Preisverleihung
hinten v.l.n.r.: Bernd Werner, Hans-Dieter Bleckmann, Bernd Bleckmann, Wolfgang Möscheid und Marilins "Boyfriend"; mitte: Gerry Lanz, ... (?), Yvonne, Marilin Thalberg, Martin Möscheid, Horst Schneider; unten: Ludwig Klingelhöfer

Während die anderen anschliessend in die Badi gehen und an der Sonne liegen, diskutiere ich mit Bernd Werner die TWIKE-Batterieelektronik. Wir gehen die Schaltpläne durch und tauschen Erfahrungen und Ideen aus. Am Abend findet die Geburtstagsparty von Mama Möscheid statt, wo wir als Gäste des Hauses ebenfalls eingeladen sind. Bis spät in der Nacht spielen wir auf einem Musikinstrument, das gleichzeitig Klavier und Orgel ist. Martin macht noch das TWIKE von Georg bereit, das wir morgen nach Bonn an eine Tagung über Antriebstechnologien mitnehmen wollen. In der Nacht stürmt und donnert es.

 

Der Minister im TWIKE

Am Montagmorgen müssen wir früh losfahren. Mit dem TWIKE im Lieferwagen fahren Martin, Marc und ich über die E40 nach Bonn zum Bürogebäude der Bundestagsabgeordneten. "Das ist das Hochhaus gegenüber den Museen", werden wir angewiesen. Vor dem Eingang warten schon eine Reihe von Journalisten, die Fernsehkameras liegen auf dem Boden.

Wir werden von Hans-Josef Fell begrüsst. Der Physik- und Turnlehrer aus Bayern fährt das TWIKE 028 und wurde im Herbst 1998 in den Deutschen Bundestag gewählt, als Vertreter der Grünen. Er ist der forschungspolitische Sprecher der Grünen und Organisator des Seminars über "Neue Antriebstechniken". Unterstützt wird er von Henning Braun aus Bielefeld, der bekannt ist für sein Engagement in der Solarmobil-Szene in Deutschland. Wir treffen einige alte Bekannte: Roland Reichel vom Bundesverband Solarmobile (bsm), Christian Dürschner aus Erlangen, Jürgen Werner aus Mössingen, Tomic Ruschmeyer aus Hamburg, Edgar Löhr aus Lindau und andere.

Die Journalisten warten nicht auf uns, sondern auf den deutschen Umweltminister Jürgen Trittin, der im Mittelpunkt der Kontroverse um die geplante Abschaltung der Atomkraftwerke in den kommenden Jahrzehnten steht. Als er erscheint, surren die Medienleute herum wie Wespen. "Herr Minister, sagen sie uns was zum Thema der Kernenergie! Glauben sie, dass es eine Lösung geben wird, die der Bundeskanzler Schröder unterstützen wird?" – Trittin wehrt ab. "Heute geht es um Verkehrspolitik. Zur Kernenergie sage ich nichts." – Die Journalisten sind unzufrieden und haken nach. Das Thema Antriebstechnik interessiert sie einen alten Hut.

Inzwischen hat Hans-Josef Fell seinen Parteikollegen zum TWIKE geführt. "Wir werden zusammen eine kurze Fahrt machen." – "Darf ich selbst fahren?" – "Nein, das kannst du nicht. Das ist zu kompliziert." – Mir fallen die Schweizer Bundesräte ein, die kürzlich in Winterthur mit dem TWIKE gefahren sind. Ich fuhr damals mit Bundesrätin Ruth Metzler, die nach ein paar Minuten Einführung das Fahrzeug gut im Griff hatte.

Jürgen Trittin
Umweltminister Jürgen Trittin (vorne) steht Red und Antwort

Ein paar Meter hin und zurück für die Kameras. Anschliessend werden andere Fahrzeuge gezeigt, mit Druckluftantrieb und Pflanzenölmotor. Der Peugeot Elektro-Scooter von Jürgen Werner bleibt links liegen und wird kaum beachtet, obwohl er super zu fahren ist. Dabei hat er ihn extra mehrere hundert Kilometer herbringen lassen.

 

Perspektiven

Im Vortragssaal beginnen die Reden. Hans-Josef Fell betont, dass die Mobilität auch den kommenden Generationen gewährleistet werden müsse. "Die moderne Fortbewegung der Zukunft muss aber umweltfreundlich sein. Die Aufgabe der Politik ist es, dazu beizutragen, dass vorhandene Innovation der breiten Umsetzung zugeführt werden kann."

Hans-Josef Fell
MdB Hans-Josef Fell, TW 028, Hammelburg

Umweltminister Jürgen Trittin weist darauf hin, dass der Verkehr die grösste Quelle von CO2-Emissionen darstelle. Zudem würden 60% aller Erdölprodukte vom Verkehr verbraucht. "Nachhaltige Entwicklung ist mehr als nur Technik." meint er im Hinblick auf die grossen Anstrengungen, die zur Senkung des Kraftstoffverbrauches und zur Einführung alternativer Kraftstoffe unternommen werden müssten.

Roland Reichel gibt eine Einführung in die Geschichte und Gegenwart der Solarmobile. "Wenn man weniger als 10 km pro Tag unterwegs ist, wäre eine Versorgung durch Solarzellen auf dem Fahrzeug möglich. Liegt der tägliche Bedarf darüber, muss man ans Netz laden gehen." – Mit einem Seitenblick zu mir stellt er später fest: "Mit einem TWIKE kann man sich rund 1200 Mark pro Jahr Fitnessstudio und Zeit einsparen."

Ich stelle daraufhin das TWIKE vor und nenne die drei Schlüsseltechnologien, welche diese neue Fahrzeugkategorie ermöglicht haben: Leichtbau, Batterie und Elektronik, wo in den letzten Jahrzehnten grosse Fortschritte gemacht wurden. Es fahren rund 400 TWIKE im Verkehr, die meisten in der Schweiz und Deutschland. Die Spitzengeschwindigkeit von 85 km/h, der Einsatzbereich innerhalb 40-80 Kilometern und die zwei Plätze machen es brauchbar für den Alltag. Der Energieverbrauch ist um einen Faktor 10 besser als beim Auto. Das TWIKE wird in Serie hergestellt und kann in den spezialisierten TWIKE Zentren gekauft werden.

Die weiteren Referate befassen sich mit dem Druckluftauto, mit der Brennstoffzelle, speziellen Motoren und die Nutzung von Bio-Rohstoffen in Form von Methanol, Dimethylether und Pflanzenölen. Es gibt interessante Ansätze, die man durch politische Anreize weiterentwickeln kann, z.B. mit Steuerbefreiung und so weiter. Hans-Josef Fell fasst am Schluss zusammen: "Ohne die anwesenden Pioniere wären wir noch nicht so weit, wie wir heute sind."

Anschliessend an die Veranstaltung gehen wir mit Hans-Josef und ein paar Kollegen in ein griechisches Restaurant, um Energie zu schöpfen in Form von Bauernsalaten und anderen Leckereien. Politik findet auch hier am Stammtisch statt. Für die Bundestagsabgeordneten und ihre Helfer stehen die Umzugswagen bereit für die grosse Reise nach Berlin, wo sie nach der Sommerpause wieder loslegen. "Die Energiebilanz des von Norman Foster umgebauten Reichtagsgebäudes ist sensationell. Das ist ein richtiges Energiesparhaus, und man sieht ihm das nicht mal an." lobt Hans-Josef.

Ich möchte auch einmal nach Berlin, denke ich. Heute ist der Heimweg kürzer. Wir treffen spät nach Mitternacht in Rosenthal ein.

Den Verantwortlichen um Martin und Wolfgang Möscheid, Bernd Werner und ihren Freunden möchte ich herzliche für die Gastfreundschaft und die tolle Veranstaltung danken. Ich freue mich schon auf das nächste Mal, denn: Der Hauptpreis ist ein Wanderpreis und kann nochmals gewonnen werden!

Peter Zeller

Peter Zeller
Peter Zeller hat sich beim Kunstschmied einen Hut ausgeliehen

 

Rangliste der Zwölf-Stunden-Fahrt

Team

Frühstück

Promilli-Meter-Test

Energie

Wörter

Strecke

Summe

kcal

Pkt.

DM

Pkt.

mm

Pkt.

Fragen

Pkt.

Anzahl

Pkt.

km

Pkt.

Punkte

Delphin

Mark Römer, Bernd Poenicke

2502.0

49.90

4.78

39.0

10

95

4

100

23

100

199.2

199

582.9

TW 120

Marc Mosimann, Bernd Poenicke, Holger Röß

2550.0

47.50

4.99

49.5

40

80

2

50

21

80

254.4

254.4

561.4

TW 135

Hans-Dieter Bleckmann, Bernd Bleckmann

2525.0

48.75

4.95

47.5

15

92.5

4

100

19

60

212.0

212

560.75

TW 316

Burkhard Schade, Heidi Amende

2525.0

48.75

4.95

47.5

40

80

3

75

24

90

212.0

212

553.25

TW 133

Peter Zeller, Michael Lerch, Andreas Becker, Martina Klein, Marilin Thalberg

2343.6

42.20

5.38

31.0

15

92.5

4

100

22

90

169.6

170

525.7

TW 061

Ludwig Klingelhöfer, Herr Waßmuth, Andreas Waßmuth

3305.0

9.75

5.17

41.5

50

75

4

100

24

90

127.2

127

443.25

Tripendo

Mark Römer

0

0

0

0

10

95

0

0

0

0

42.4

42

137

Horizont

Martin Möscheid

0

0

0

0

200

0

0

0

0

0

42.4

42

42

 

Organisation

Arbeitsgruppe ProSolAction, Kulturkreis Rosenthal e.V., Feldgasse 6, D-35119 Rosenthal
Tel.: 0(049) 6458 13 96, Anrufbeantworter: 0(049) 6458 13 92
Fax 0(049) 6458 911 910, Mobiltelefon: 0(049) 171 513 13 83

Infos: Wolfgang und Martin Möscheid, TWIKE Zentrum Rosenthal, twike.rosenthal@t-online.de

 

update: 14.7.1999 / 7.5.2001

TWIKE KLUB WEB   –   info@dreifels.ch