TWIKE Klub besucht SwissLEM
Über 20 Mitglieder des TWIKE Klubs haben am Freitagnachmittag,
23. November 2001 den TWIKE-Hersteller SwissLEM AG in Hochdorf besucht, um sich über
den aktuellen Stand der TWIKE-Produktion und -Entwicklung ins Bild zu setzen.

Patrik Fischer (links) ist verantwortlich für das TWIKE-Marketing
Die Gäste werden vom Marketingleiter Patrik Fischer, seiner
Mitarbeiterin Cindy Guillemin und Produktionsleiter Daniel Wenger durch das topmodern
eingerichtete Gebäude geführt. Man kann alles anschauen und erhält ausführlich
Auskunft.

Daniel Wenger (vorne) erläutert die technischen Aspekte
Exemplare des TWIKE.YOU werden jeweils auf Bestellung gefertigt,
lackiert in der gewünschten Farbe. Dank der Überarbeitung aller Teile auf CAD hat man
die Fertigungstoleranzen im Griff. Es gibt genug Material auf Lager, so dass schnell
geliefert werden kann.

Auf Lager: ordentliche Stapel von Bodenwannen für das
"klassische" TWIKE
Die Führung beginnt in den Lagerräumen im Erdgeschoss. Zu sehen sind
auch einzelne Teile, die nicht so recht ins bekannte Bild des TWIKE passen. Sie gehören
zum neuen TWIKE.ME, von dem jetzt fünf Prototypen gefertigt werden. Aufmerksame
Beobachter bemerken, dass der äussere Hebel zum Öffnen der Fahrzeughaube beim neuen
Fahrzeug beibehalten wurde.

Karosserieteil des neuen TWIKE.ME mit eingesetzten Heckleuchten
In der Halle ist auch eine klassische Rarität zu bestaunen: Einer der
beiden Prototypen des TWIKE II aus dem Jahr 1991, aussen frisch lackiert. Dieses Exemplar
ist das allererste TWIKE, das mit einem Elektroantrieb ausgerüstet worden ist. Als
Batterien wurden grosse NiCd-Batterien von SAFT eingesetzt, die man ab und zu mit
destilliertem Wasser füllen musste.

Museumsstück: der Prototyp des TWIKE II (1991)
Im Auslieferungslager steht eine Reihe von Fahrzeugen zum Transport in
die TWIKE Center bereit. Wir können ein silbernes TWIKE.YOU (ohne Pedalantrieb) mit dem
neuen ABM-Getriebe probefahren. Das Gefühl ist sagenhaft: der früher
"übliche" Getriebelärm ist praktisch vollständig weg. Man hört noch ein
bisschen den Wind und kann die Fahrt richtig geniessen. Wer jetzt ein solches TWIKE kaufen
will, kann das ruhig tun.

TWIKE.YOU vor der Auslieferung
Wenn man in den ersten Stock hinaufsteigt, gelangt man in die
Produktionshalle. Die Vormontage der Baugruppen geschieht an mehreren Arbeitsplätzen, die
mit den notwendigen Werkzeugen und Messeinrichtungen ausgestattet sind.

Montageplatz für die Hinterradträger und Bremsbacken
Die Abläufe sind übersichtlich. Fertigungsinseln mit
computergesteuerten Hebebühnen und automatischer Qualitätskontrolle prägen das Bild.

Patrik Fischer zeigt die Produktionseinrichtungen

Bernhard Furrer (TW 111) aus Winterthur inspiziert einen Kettenkasten

Auf der Hebebühne...

...wird das TWIKE automatisch gedreht...

...um für den nächsten Montageschritt bereit zu sein

Stefan Erbacher vom TWIKE Center München

Montageplatz für die Hinterradaufhängung; die Schraubenschlüssel
verfügen über eine Drehmomentsteuerung

Helmut Schefers (Brusa AG, TW 228, links) aus Gams und Paul Beeler aus
Hochdorf (TW 117)
Die Führung wird im zweiten Stock fortgesetzt, wo die Büros der
Ingenieure, des Marketing und der Verwaltung untergebracht sind. Da laufen die Telefone
zusammen, es wird konstruiert, und von hier aus werden Versandaktionen durchgeführt.

Wohin geht die Zukunft des TWIKE?

Stephan Meister aus Oerlingen (TW 140, links) bekommt technische Auskünfte

Marketing-Mitarbeiterin Cindy Guillemin hört aufmerksam zu

Der Präsident des TWIKE Klub ist Markus Speich (TW 058, links)
In der Produktionshalle gibt es abschliessend einen Apéro. Wir können
ein überraschendes Highlight miterleben: Die Technik-Crew ist gerade damit beschäftigt,
das erste Vorserienmodell des neuen TWIKE.ME auf die Räder zu stellen. Das Design sieht
gut aus. Die glänzend roten Karosserieteile kontrastieren zum mattsilbernen teilweise von
aussen sichtbaren Aluminiumrahmen und zu den pechschwarzen Elementen im Bereich der
Scheinwerfer und Reifen.

Skizze der Vorderradaufhängung des neuen TWIKE.ME
Die Räder und die Aufhängungen wirken robust, die Lenkung mit dem
seitlich neigbaren Joystick elegant. Die beiden Tasten für die Motorsteuerung hat man
beibehalten. Das Vorderrad wird über eine Servolenkung um den Rad-Mittelpunkt gedreht
(Achsschenkellenkung). Das Konzept ist bereits erfolgreich mit einem Versuchsfahrzeug
erprobt worden, das gleich daneben in der Halle steht. Wir dürfen das neue TWIKE.ME zwar
genau anschauen, aber nicht fotografieren. An den Wänden hängen dafür einige Skizzen
und Zeitungsartikel.

Auf dem Entwurf eines Designers für das Interieur des TWIKE.ME spiegelt
sich das Bürofenster
Der Antrieb läuft, noch werden einzelne Parameter justiert. Die
ZEBRA-Batterie (Typ Natrium-Nickel-Chlorid) hat eine Kapazität von rund 7.4 kWh, d.h.
mehr als das Doppelte des bisherigen Modells. Sie ist mit einem automatischen
Temperaturmanagement ausgestattet. Der Motor hat eine rund dreimal höhrere Nennleistung.
In den nächsten paar Wochen werden die Vorserienmodelle fertig gestellt. Eines davon ist
für einen Crash-Sicherheitstest vorgesehen.

Automobil-Revue vom 8. November 2001 (vergrössern)
Parallel zur Entwicklung laufen Verhandlungen mit neuen Investoren. Es
ist zu wünschen, dass die Verantwortlichen der SwissLEM die richtigen Partner finden, die
gewillt sind, das Projekt in die Zukunft zu führen. Man darf auf jeden Fall gespannt
sein. Die beiden TWIKE-Modelle sind nach wie vor weltweit einzigartig.

Das passende Geschenk der SwissLEM für die Gäste: ein TWIKE T-Shirt
Der TWIKE Klub dankt SwissLEM für diesen Anlass.