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TWIKE Pflegekurs 21. Februar 2004

Ist mein TWIKE in Ordnung? Wie jede Maschine lohnt es sich beim TWIKE rechtzeitig am richtigen Ort ein Tröpfchen Öl einzusetzten und die Lager auf Spiel zu kontrollieren. Auch wenn viel in der Bedienungsanleitung schon drin steht, die Tipps und Tricks zwischen den Zeilen sind oft entscheidend.

Der erste TWIKE Pflege Kurs, ein TWIKE Treffen einer etwas anderer Art, fand am 21. Februar in Gelterkinden statt. Der nächste am 6. März. Weitere werden wir noch ausschreiben.

Neben putzen und schmieren waren natürlich alles ums TWIKE ein Thema. So hat z.B. Jürg Blaser (TW 283) erfolgreich getestet, dass man das Kabel der seriellen Schnittstelle 60m lang von der Tiefgarage bis in die Wohnung ziehen kann und damit bequem von der Stube die Ladung des TWIKE beobachten kann. Werner Klee berichtete kurz über den Abteilungsausflug, den er letzten Herbst als TWIKE Tour von Bern aus gemacht hatte.

Begrüssung am frühen Morgen. Martina und Pascal Froidevaux (TW 219), Werner Klee (TW 009) und Jürg Blaser (TW 283, fotografierte)

Und gleich mal zur Sache. Kontrolle Netzkabel und Stecker. Der CH-Stecker hält auf Dauer nur 8A aus, daher Vorsicht mit heissen Kontakten.

Dir Grundlage ist die Bedienungsanleitung und ein paar Checklisten, dass man nichts vergisst.

Kleine Panne: Der Kaffee war zu fein gemahlen für den Filter.

Das TW 219 auf dem Prüfstand: Wenns heute besteht, würde es auch problemlos durch die MFK kommen!

Gleich mal in die Eingeweide: Lose Kabel vorne klappern und nasse Stecker korrodieren, also mit einem Kabelbinder gut hochbinden. Glühlampen gehen nie kaputt, dafür können Wackelkontakte zu Fehlfunktionen führen.

Fürs geradeaus fahren ist die Fahrwerkgeometrie entscheidend.

Der Ölmesstab: Wenn der Kabelbinder noch 18-20mm Öl hat ist es o.k.

Mehr als 20mm Öl sprudelt von selbst oben raus.

Die genarbte Oberflöche der Karosserie und des Cabrioverdecks lassen sich mit Fin Clean All und einer Bürste rasch reinigen (nur unlackierte Karosserien! sonst gibts Kratzer).

Ein paar Tropfen Teflon-Wax verreiben und der Schmutz perlt in Zukunft ab.

Die Plexischeibe mit Seifenwasser einsprühen und mit sauberem Haushaltpapier den Schmutz abheben (nicht verschmieren).

Wax aufträufeln und verreiben.

Und dann wieder wegpolieren mit sauberem Lappen.
Bei der Glasscheibe brauchts den Wax nicht.

Auch die "Ohren" sollen glänzen!

In der Unterbodenverkleidung sammelt sich Schmutz, Schnee und Eis. Die serienmässigen 8mm-Löcher verstopfen gerne, daher etwas aufbohren. Das überflüssige Öl (siehe Ölstand) ist zu den Gelenkwellen-Dichtungen hinausgeflosseO?

Die Kunst der Reifenmontage: Felge mit Montagepaste einschmieren;

Reifensitz ebenfalls mit Montagepast einschmieren, sonst wird die Montage zur Qual.

Schlauch sorgfältig einführen und das Ventil mit einem Kabelbinder fixieren.

Mantel von Hand draufdrücken. Wenn die Plastik-Heber brechen, macht man etwas falsch . . . und den Schlauch ja nicht einklemmen zwischen Felge und Reifen.

Spiel am Vorderrad: Das Radlager war o.k., aber das Lenklager ziemlich lose. So nützt es auch nichts, wenn der Lenkungsdämpfer auf ganz hart gestellt ist, denn das Rad macht was es will und die Lenklager schlagen rasch aus.

Fett am richtigen Ort: NICHT auf die Bremsscheibe, sondern auf die Radlager, damit diese dicht bleiben.

Etwas FinGrease auf die Kabelzüge und Einstellschrauben, damit diese nicht festrosten können.

Ein kritischer Blick auf die Bremsbeläge. Da ist noch ausreichend dran.

Fahrwerk hinten: auch hier zählt das Spiel. Oben-unten spürt man das Radlager, hinten-vorne die Gelenkköpfe. Schrauben kontrollieren und etwas Fett drauf, damit es länger lebt.

Die Federbeine (vorne und hinten) sind am oberen Auge sehr dünnwandig, daher wichtig, dass dort keine Korrosion stattfindet. Etwas FinGrease unter den Gummi lohnt sich.

Die Umlenkung der Bremlitze der Feststellbremse ist kritisch, also etwas FinGrease drauf.

Eine Haube, die nicht schliesst kann gefährlich werden. Der Bolzen muss locker rein und raus kommen.

Zum Schluss noch etwas Elektronik. Kalte Lötstellen sorgen mit dem Alter für Probleme. Das Nachlöten ist für den Elektroniker kein Problem.


Ein halber Tag ist kurz, um auf alles einzugehen. Trotzdem, es ist beruhigend, wenn man selbst in der Lage ist vor einer längeren Fahrt das TWIKE mal kurz durch zu checken und weiss auf was man achten muss und wo's unkritisch ist.



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