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TWIKE WINS LONDON

Gestatten, ich bin TW00’737, schwarz, und habe schon 10'000 km in der Schweiz abgefahren. Zugegeben, das Land ist wunderschön, besonders die Strassen sind eine Wohltat für meine Stossdämpfer. Doch nun möchte ich mal etwas Neues kennen lernen.


So nahm ich letzten September den Bus Richtung Calais und konnte schon bald die frische Meeresluft einatmen. Die Fähre wartete schon, sodass ich mich beeilen musste. Was wird mich erwarten auf der Insel? Haben die Briten auch so feinen Strom wie die Schweizer? Um es vorneweg zu nehmen, die Steckdosen waren vorzüglich! Nur das Beste vom Besten!





Bei typisch englischen Wetterverhältnissen startete ich gegen Mittag mit meinen zwei Piloten Richtung London. Neugierig leitete ich meine Nase, auf der linken Strassenseite natürlich, durch das schöne Land von Kent. Die schmalen Strassen sind sehr gut auf mich zugeschnitten, mit Ausnahme der grossen Löcher!


Etwas müde nach dieser kurvenreichen Fahrt, stoppten wir vor einem sehr schön geschmückten Pub. Mein Pilot bestellte „traditional Fish & Chips & Electricity“. Ich wurde begutachtet und dann sogleich mit dem Gewünschten versorgt. Später stach mir eine Dose beim Leeds Castle in die Augen. Zufälligerweise bei einem Refreshment Shop. Also sollte ich mich doch da auch erholen können! Alle Leute bewunderten mich und waren ganz stolz, wenn ich mich an ihre Dose hängte.

Leeds1
Meine Batterien nun wieder besser eingefahren, erreichte ich mit der nächsten Ladung die Stadtgrenze von London. Endlich war ich da! Puh, dieser Verkehr. Wenn ich nur nicht zerquetsch werde. Wäre doch London eine schöne Stadt, wenn das alles Twikes wären! Aber es ist auch so eine schöne Stadt. Ich sah sehr viele andere „sport cars“ wie Audis, Ferraris und Lamborghinis. Die Leute hätten also genügend Geld um auch mich zu kaufen! Als ich einem Mann in einem grossen Porsche 4x4 sagte, dass ich 12'000 £ (28'000 CHF) koste meinte er überrascht: „Oh, that is cheap!“ Und gerade solche Leute hat es viele in London. Also alles solche, die sich mit links ein Twike leisten könnten.

piccadilly







Es machte unheimlich Spass, über den Piccadilly Circus und die Oxford Street zum Trafalgar Square zu fahren und dann weiter Richtung Big Ben. Auch zur Tower Bridge runter fuhr ich noch, nur leider in bedrückend langweilig langsamem Tempo, der normalen Durchschnittsgeschwindigkeit von London halt. Eigentlich macht auf den Strassen von London so oder so kein Gefährt Sinn. Das einzige wäre noch das Fahrrad, sofern einem die Luftqualität egal ist.

brigde6






Auch die bekannte Gurke der Swiss Re bekam ich vor mein Näschen. Und zuletzt genoss ich noch die wunderschöne Aussicht von der Waterloo Bridge.
Ich freue mich schon gewaltig auf den nächsten Ausflug auf Englands Strassen. Ich werde dann wieder berichten!



Grüsse von London und bis bald

Black Beauty 737

Stephan Meister, pepi52@hotmail.com, 17. Oktober 2004
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