TWIKE Klub
   


Reise nach Dresden


Eine Reise wie zu Zeiten der Postkutschen


Damit meine ich zwar nicht die Reisegeschwindigkeit, sondern den Rythmus, alle 2 Stunden eine Pause einzulegen, um die Pferde bzw. die Batterien zu "füttern". Und dabei etwas zu besichtigen oder Menschen kennenzulernen.

Welcome to twike - 21557 km, 1575 Ah
An einem kühlen, grauen April-Morgen fuhren wir mit Sack und Pack, das heisst Feriengepäck inklusive Schlafsäcke und Proviant der strengen Bise entgegen Richtung Konstanz bzw. Richtung Dresden los. Da wir nun schon eine Weile twiken, fahren wir gerne ohne Plan und Absicherung: Die Reisevorbereitungen bestanden nur aus Packen, ungefährem Abschätzen der Kilometer sowie dem Einzeichnen der kürzesten Route von Winterthur nach Dresden, wo eine Freundin von uns wohnt. Ein Schuko-Uebergangsstecker darf natürlich auch nicht fehlen - am besten einer mit dem Loch für den Erdungsstift nach französischer Bauform. Und zum ersten Mal haben wir auch Euros in der Hand, die wir auf der Fähre nach Meerburg sogleich einsetzen können.

In Bermatingen suchen wir die LemNet-Steckdose und werden von den freundlichen Ex-Twikern, die jetzt mit vielen anderen E-Mobilen unterwegs sind, gerade noch zum Tee eingeladen. Dann geht's weiter auf kleinsten Strässlein der fiktiven Linie auf der Karte entlang - der kürzeste Weg nach Dresden. Am Abend besichtigen wir nach dem Nachtessen noch die Innenstadt von Ulm mit seinem imensen Münster. Danach fahren wir ein wenig in die Nacht hinein und finden in Sontheim an der Brenz ein Zimmer in einem Gasthof.

    
Eines der mächtigen Stadttore Nördlingens
Es ist sehr untouristisch hier und deshalb(?) wird diese Übernachtung auch die teuerste unserer ganzen Reise sein. Zusätzlich kommt der sprichwörtliche Geiz der Schwaben zu Tage: Nachdem zuerst über den teuren Strom gezetert wird (ohne die Kosten wirklich zu kennen), ich schliesslich erklären kann, dass eine Vollladung höchstens 50 Cent kosten würde, aber bereit wäre auch das Doppelte zu bezahlen, dürfen wir einstecken. Und am Morgen prangt auf der Rechnung: Strom - 1 Euro.
Am Vormittag besichtigen wir Nördlingen, die kreisrunde Kreisstadt mit der vollständigen Stadtmauer und 7 eindrücklichen Stadttoren. Sie liegt mitten im Donau-Ries - einem kreisrunden Krater eines Meteoriten-einschlags von etwa 25 km Durchmesser.

Am Nachmittag in Oettingen lernen wir wegen dem Twike einen Kollegen des verstorbenen Solarflugzeug-Pioniers Günter Rochelt kennen. Als wir weiterfahren wollen und unser Geschichtchen schon dreimal erzählt haben, kommt noch eine Frau über den Parkplatz gelaufen. Schon gut - sie wolle nur schauen- es sei halt so schön! Nürnberg umfahren wir grosszügig auf der Autobahn und bringen die Leute zum Staunen und Lachen. In einem Kuhdorf nordwestlich davon finden wir ein weiteres Nachtquartier (Neuenschwand).

Immer noch schönes Wetter - immer noch Gegenwind, der jetzt von Nordost auf Nord dreht. Wir gondeln durch Oberfranken, verfahren uns immer mal wieder und kommen schliesslich nach Selb im Fichtelgebirge. Hier ist es einsam, die Hügel sind hoch und die Wälder tief und dunkel. Die Wirtshäuser im Wald heissen "Wolfshöhle" und "zum Wurzelsepp". Hier in Selb sollte ein Twiker wohnen. Wir finden sogar Leute die ihn schon gesehen hätten, er sei aber jeweils die ganze Woche ausser Haus... Ein Wirtshaus gibt uns Strom und Vesper.
Gestärkt düsen wir im Regen und trüben Wetter zur tschechischen Grenze, wo wir durchgewunken werden. Eine trostlose, halb ausgestorben wirkende Grenzstadt mit vielen Bordellen und russischen Prostituierten am Strassenrand lädt uns nicht gerade ein. Wir humpeln über die schlechten Strassen weiter. Es stinkt nach Braunkohle-Heizung.


Ausserorts überholt uns eine etwa siebenköpfige Familie in einem alten Lada. Wir strampeln kräftig und versetzen sie ins Staunen. Vor uns verlangsamt der Wagen, wohl damit sie länger gucken zu können. Also überhole ich - nun mit 85km/h. Ungläubiges Lachen. Als wir ein paar Kilometer weiter links abbiegen und OHNE zu Treten beschleunigen, sind sie ganz desillusioniert - das Lachen ist einem offen Mund gewichen.


    
Wer sagt denn, dass das TWIKE klein sei? Grössenvergleich mit der fünfsitzigen Limousine Wartburg Trabant
(Grössenvergleich Fiat 500 - TWIKE)

Da das nur ein kurzer Zipfel Tschechien war, kommen wir im Erzgebirge wieder nach Deutschland - nun nach Sachsen. Die Strassen sind nicht besser als die tschechischen - aber hier wird schneller gefahren (100 ausserorts ist hier schliesslich Gesetz...). Weil wir das Schieben bergauf mitten im dunkeln Wald kurz vor Schöneck aufgaben, liessen wir uns einfach treiben und wählten bei jeder Kreuzung die nach unten führende Strasse und erreichten so Gunzen im Vogtland. Ein herziges Ossi-Dörfchen mit 200 Einwohnern. Wir kriegen bei einem bescheidenen, herzlichen Mann eine Ferienwohnung und zusätzlich Frühstück angeboten. Zu 23 Euro. Nehmen wir - aber nur, wenn wir ein wenig mehr zahlen dürfen. Er erzählt von seinem Onkel der 1950 einen Messerschmitt Kabinenroller hatte - das Twike löst Erinnerungen aus - ein junger Klassiker sozusagen.


Über das überaus hässliche Aue erklimmen wir mit ein paar Metern schieben einen weiteren Berg laden in einem Ferienhotel und erreichen am Abend mit vielen ungewollten Umwegen Dresden. Auf Dresdens Strassen hat twiker die Wahl zwischen riesigen, bombierten Pflastersteinen, zerbrochenen Betonplatten, Löchern oder tiefen Normalspur-Tramschienen. Trotzdem erreichen wir den Güntzplatz, wo wir Anke anrufen.

Sie kommt uns zu Fuss abholen und zu dritt in und auf der Relling des Twikes sitzend rollen wir im Joggertempo über die breiten Gehsteige zu ihrem Zuhause. Die nette Dresdnerin hatten wir in Costa Rica kennen- und lieben gelernt und dürfen in ihrer Wohnung übernachten. Die 24 Quadratmeter gemütliches Eiland sind aber für drei fast eine wenig eng und so schläft sie selbst bei ihren Eltern.
Ausschlafen - entspannen - erzählen
Am nächsten Nachmittag zeigt sie uns Dresden, seine junge Alternativkultur in der Neustadt und vieles mehr. Wir treffen ihre Freunde, die gerade einen asphaltierten Parkplatz in eine Wiese umbrechen! Wir fühlen uns sofort wohl in dieser schönen, gastfreundlichen Stadt mit den weiten Auen im Schwemmgebiet beidseits der Elbe, den Dampfern und der berühmten Silhouette mit den goldenen Dachverzierungen.


    
Historisches Dresden


    
Das Haus des Wassers in Dresdens Neustadt
Am Abend machen wir einen Ausflug in die Märchenwelt aus 1001 Nacht. In der ehemaligen Tabakfabrik "Jenidze", welche die Form einer nahöstlichen Moschee hat, werden unter der bunten Glaskuppel einmal im Monat Märchen erzählt. Zum Jubiläum heute mit Bauchtanz aus Indien und Persien sowie genüsslichen Zügen aus der Wasserpfeife.

Am nächsten Tag fahren wir zu dritt im Twike zum Landgut der Familie ins Erzgebirge. Zum Glück ist Anke weder so schwer noch so gross wie ich uns so geht das eigetnlich gut, auch wenn die Stossdämpfer hin und wieder an den Anschlag rumsen. Die Familie hat ein Bauerngut aus Vor-DDR-Familienbesitz wieder zurückbekommen. Anke kümmert sich nun um die zum Teil arg vergandeten Gebäude. Es ist noch viel zu tun. Mit einem 2-Euro-Stück verlängere ich eine Sicherung, sodass sie in der viel zu grossen Fassung trotzdem Kontakt macht und so kann auch das Twike gefüttert werden, währenddessen wir im Keller, Estrich und auf dem weiten Land herumstreichen. Auch hier treiben schwerreiche Spekulanten ihr Unwesen und probieren die noch nicht so kapitalismusgewohnten Ostdeutschen übers Ohr zu hauen. Nicht mit Anke...

Sonntag: Mit Freunden Ankes picknicken wir am Elbufer und es wird der Sonntag betrommelt. Danach muss sie arbeiten gehen - in den "El perro borracho" (der besoffene Hund). Trotz sehr westlichen Preisen verdient hier in Dresden eine Kellnerin 5 - 6 Euro pro Stunde - also weniger als das preiswerteste Menü auf der Karte kostet. Dafür kostet die Krankenkasse mehr als in der Schweiz - 200 Euro pro Monat zahlt eine 30-jährige Frau! Rechne.

    
Aussicht von den Schrammsteinen
Noch am selben Nachmittag verlassen wir diesen gastlichen Ort und rollen ins Elbsandsteingebirge - die Sächsiche Schweiz. Nach der Besichtigung von Schloss Hahnstein übernachten wir in der Jugendherberge in Ostrau oberhalb Bad Schandau. Von da aus ist es am nächsten Morgen eine kurze Wanderung, um über die hohe Liebe zur Schrammsteinaussicht zu gelangen. Die Elbbögen liegen unter uns, die knubeligen Felsgebilde und die Tafelberge der umliegenden Landschaft. Sehr schön - aber erinnert trotz des Namens an gar keine schweizerische Landschaft.

Wenig später rollen wir in die Tschechei ein. Die Euros werden in Kronen gewechselt. Wenn 29 Kronen ein Euro sind dann sind 20 Kronen also etwa ein Schweizer Franken. Auch hier wieder Bordelle und winkende Prostituierte, allerdings weniger und Decin wirkt auch nicht so ausgestorben. Dafür jubeln uns johlen uns die Kinder an den Bushaltestellen zu.
Wir haben wieder strengen Gegenwind - nun aus Süden und verfahren uns auf der Autobahn. So landen wir schliesslich in Chomatov, einer hässlichen Bergwerks-Stadt.

Schon den ganzen Nachmittag fuhren wir auf Autobahnen zwischen riesigen Bergwerken und rauchenden Schloten. Da nützen auch die "Stop-Smog"-Plakate und die elektrischen Busse wenig. In einem Supermarkt kriegen wir Strom, müssen aber in Kauf nehmen, dass das Kabel von der automatischen Schwingtür unzählige Male malträtiert wird. Macht aber nix. Aeltere Menschen kramen ihr Deutsch wieder hervor um uns ausfragen zu können und die Kinder belagern das TWIKE und wir verstehen uns wenn auch nur mühsam ohne gemeinsame Sprache.

Später, Richtung Pilsen wird's schnell ländlich und schön. Aber er gibt kaum Orte zum Übernachten. Dann - als das TWIKE mal wieder ziemlich leere Batterien hat, bekommen wir eine Antwort, die für Autofahrer typisch ist: Ja - es gibt eine Pension - in Jesenice, ganz nahe - nur etwa 5 km. Nach ebensovielen Kilometern bleibt das TWIKE an einer leichten Steigung in der Abendsonne stehen. Wir sehen einen Ortseingang und wollen schieben, geben aber nach ein paar hundert Meter auf. Ein 40-Tönner nimmt uns zwei bis zum nächsten Restaurant mit. Dort gibt uns der junge Wirt Auskunft: Jesenice sei schon richtig - aber dorthin seien es noch weitere 10 bis 15 km! Mit einem Gast gehe ich das TWIKE holen. Um es rasch und unkompliziert zu machen, wende ich erstmals die TWIKE-zu-Twike-Variante des Abschleppens an: Mit dem linken Arm halte ich mich am Türrahmen des Autos - die Haube bleibt offen - und los geht's nebeneinander auf deselben Fahrspur. Nachtessen und Nachladen.
Als wir in Jesenice die Pension finden, ist es schon nach 21 Uhr - aber wir sind ja jetzt da. Das Zimmer mit Frühstück hat mit 800 Kronen (40 CHF) einen "deutschen" Preis - ist also verglichen mit allem anderen, Essen etc. teuer.

Am nächsten Morgen fahren wir mit offenem Verdeck nach Pilsen (Plzen). Natürlich möchten wir wieder den Fünfer und das Weggli: möglichst nahe der Innenstadt parken, nix zahlen und Strom tanken. Wir erkundigen uns bei der Varta-Autobatterie-Vertretung. Wir werden wie Staatsgäste empfangen, dürfen das Twike in die sichere Garage stellen und gratis zu Laden.
Die Innenstadt von Pilsen ist schön, geschichtsträchtig und liebevoll renoviert. Der Stadtführer lädt zur grossen Brautour und anderen Rundgängen ein. Wir machen einen kleinen Rundgang, picknicken auf dem Hauptplatz und geniessen die Sonne. Am Nachmittag holen wir unser Twikli wieder ab, müssen noch ein paar Fragen beantworten, bevor das Garagentor aufgeht und wir von der halben Belegschaft winkend verabschiedet werden. Im Ferienort Babylon 5km vor der deutschen Grenze gibt's nochmals einen Lade- und Vesperstopp mit Spaziergang am schönen Weiher. Auch hier wird der Maibaum für das morgige Fest vorbereitet.


    
Weil sonst unsichtbar habe ich das winzige Twike am Fuss des Windgenerators weiss hervorgehoben
Wir erreichen den deutschen Zoll, wo uns das "fidele" (vielleicht sogar "angeheiterte") bayrische Zöllnerteam begrüsst und nach dem Flugschein verlangt. Den habe ich nicht dabei, dafür gebe ich Ihnen den Fahrzeugausweis mit ein paar Infos.

Nach Furth im Walde fuhren wir fort in den Wald - um genau zu sein vom Böhmischen in den Bayrischen Wald. Das Twike wollte nach dem Besuch einer riesigen Windmühle (siehe Bild) gerade noch bis nach Michelneukirchen fahren, wo zwei Gasthöfe (je mit Metzgerei) Zimmer anbieten. Wir kriegen in einem nahen Neubau ein Zimmer so gross wie eine Wohnung, mit schöner Aussicht über das blühende Tal. Mit grossen Frühstücksbuffet kostet das alles 34 Euro für uns beide! Wie in ganz Tschechien ist auch hier in Bayern der Preis des Stromes kein Thema. "Geschenkt", heisst es jeweils. Hunger haben wir keinen - wir "mussten" ja noch in Tschechien ein frühes Nachtessen einnehmen, weil unser Lastesel hungrig war - aber dafür ist Maitanz im Festsaal. Uns erstaunt der hohe Anteil von auch jüngeren Menschen, die in Tracht (im Dirndl oder der Lederhosn) oder in Pseudo-Trachten-Mode in den Ausgang gehen. Die Band weiss nichts anderes als Marsch, Foxtrott und Walzer - wir machen daraus aber auch Salsa, Merengue und Forro und tanzen ausgelassen. Der Rest des Publikums verhält sich sehr scheu die Jungen sitzen von gelegentlichen "Übergriffen" abgesehen nach Geschlechter getrennt

Am nächsten Tag rollen wir wieder einmal zu einer LemNet-Steckdose - in Wörth an der Isar - später möchte das TWIKE ausgerechnet in Erding eine Pause machen. So müssen wir natürlich ans Maifest und das Erdinger Weissbier probieren, was sich als angenehme Überraschung entpuppt.
Gestärkt rauschen wir nach München und finden das Restaurant, wo Tina seit neuestem "jobt". Die junge Münchnerin hatten wir ebenfalls in Costa Rica, auf der gleichen Biofarm kennengelernt wie Anke! So lassen wir uns frische Spargeln, Semmelknödel und Schwammerln munden. Danach reicht sie uns unkompliziert den Schlüssel zu ihrer Wohnung und beschreibt uns den Weg dorthin. Vorher muss ich aber noch eine Probefahrt mit einem Interessenten und dessen Sohn machen. Unsere Gastgeberin muss leider bis ein Uhr morgens arbeiten und so sehen wir sie kaum.


Am Morgen muss Tina schon wieder früh raus - zum nächsten Job. Wir lassen das Strom-Kabel über zwei Stockwerke auf die Strasse baumeln und tanken unser zuverlässiges Vehikel voll, bevor wir diesen gastlichen Ort verlassen, um uns über die verschiedenen Ringautobahnen nach Süden, zum Twike-Center-Sendling zu kämpfen. Martin Feneberg ist nicht dort - aber eigentlich wäre es ja nur ein Besuch gewesen. Also kaufen wir Picknick und tanken nochmals voll. Hier können wir erstmals den Park&Charge-Schlüssel verwenden. Im Innern des Anschlusskastens siehts aber nur deutsch, nicht europäisch aus: nur Schuko, kein CEE.


    
Das Märchenschloss König Ludwigs II. von Bayern, Neuschwanstein
Mit einem Picknickhalt am Starnberger-See und einem kurzen Ladehalt bei einer Schreinerei in den ersten Hügeln Oberbayerns erreichen wir am Abend die beiden Königsschlösser Hohenschwangau und Neuschwanstein. Durch die internationale Anziehungskraft dieses Ortes wird das Twike zur Touristenattraktion.

Nach etwa 15 Jahren besichtige ich zum zweiten Mal das etwas kitschige Traumschloss König Ludwigs des II.. Für Kathrin ist es neu. Mit ausgeklügeltem Gruppenleitsystem werden pro Tag bis zu 10'000 Besucher durch das nie fertiggebaut, junge Prunk-Schloss geschleust. Die Aussicht bei schönem Wetter, die eindrückliche Schlucht und der Einblick in die Traumwelt des jungen Königs lohnen den Aufstieg dennoch. Wir hatten um 18 Uhr Führung - die letzte am Donnerstag startet jeweils 20 Uhr... Wir übernachten auf dem Bauernhof, in einem wunderschönen, holzigen Dachzimmer mit Balkon und speisen fürstlich. In der Nacht kommt Nieselregen auf. Trotzdem fahren wir nochmals zu den Nachts beleuchteten Schlössern. So werden auch die Akkus schön leer.
Am nächsten Morgen starten wir auf die letzte Etappe: Über die Hügel des Allgäu und ein Zipfel Österreich erreichen wir den Schweizer Zoll bei Dornbirn und fahren zur LemNet-Zapfstelle Altstätten (SG). Das kleine Städtchen ist schmuck und so lässt sich Kathrin beim Coiffeur auch gleich verschönern, währenddessen ich schon für das Abendessen zu Hause einkaufe. Auf dem Stoss ist die Sichtweite im Nebel unter 50 Meter und nach Herisau beginnt es stark zu regnen. Deshalb ist der kurze, unnötige Ladestopp in Wil ein feuchte Übung. Als wir in Oberwinterthur den Hauptschalter des Twikes betätigen, meldet der Bordcomputer:

bye bye - 23557 km, 1866 Ah

Die Reise war also genau 2000 km lang. Der Stromverbrauch lag "netto" bei rund 98 kWh (ohne Ladeverluste von ca. 15 bis 20%), was 7.6 Litern Diesel entspricht, oder etwa gleichviel Strom ist, wie ein gutes Jahr (15 Monate) einen Fernseher ungenutzt, aber in Standby-Schaltung, in der Stube stehen zu haben.
Schön war's! Wir empfehlen es weiter - twike it easy!

Kathrin und Martin
TWIKE 506
kathrinymartin@dplanet.ch