TWIKE Klub

Tips und Informationen

TWIKE Fahrer-Info Nr. 1 vom Juli 1996 zur Ergänzung des Betriebshandbuches 2.0
[Ergänzungen in eckigen Klammern verweisen auf Änderungen bei der Software 5.10]

 

Fahren
Power: Leichter Druck auf die Beschleunigungstaste gibt einen Batteriestrom von rund 8 A frei. Drücken Sie stärker, werden rund 16 A freigegeben. Bei der Motorbremse geht es ähnlich. Die Werkseinstellungen können Sie ändern (vgl. Handbuch auf Seite 42).

Energieverbraucher: Das Licht hat eine Leistung von rund 200 Watt, d.h. es fliesst 0.6 A Strom. Wenn Sie das Licht eine Stunde brennen lassen, geht der Energiezähler also um rund 0.6 Ah hinunter. (Diese Überlegung kann man für alle elektrischen Verbraucher anstellen: sehen Sie auf der Anzeige den Batteriestrom nach, während Sie z.B. die Scheibenheizung einschalten.)

Der Tiger im Tank: Bei sehr schneller Fahrt kann die Batterie weniger weit entladen werden als bei gemütlicher Fahrt. Dies hängt damit zusammen, dass die Batteriezellen bei hohen Strömen mehr "verheizen". - Sie haben also bei Vollgas und hoher Geschwindigkeit eine Kombination von zwei Effekten: Den höheren Energieverbrauch durch den Luftwiderstand und weniger Batteriekapazität wegen den hohen Strömen.

[alt: Prozent: Eine Anzeige von 20% Batteriekapazität bedeutet bei 2 Batterieblöcken rund 1.12 Ah, bei 3 Blöcken (Zusatzbatterie) sind es 1.68 Ah. Dies kommt daher, dass der aktuelle Ladezustand mit der vollen Batteriekapazität verglichen wird. - Sie können deshalb eine Batterie mit 2 Blöcken auf tiefere Ah-Werte entladen, als eine mit 3 Blöcken.]

Schleudern: Bei nasser Fahrbahn muss besonders vorsichtig gefahren werden. Einerseits ist der Bremsweg wesentlich länger, andererseits können die Räder leichter blockieren, was das Lenken erschwert. Rutscht das Fahrzeugheck seitlich weg, kann durch Gegenlenken stabilisiert werden. (Dieses Manöver können Sie im Antischleuderkurs üben.)

Rekuperation: Beim Bremsen mit der Motorbremstaste leuchtet das Bremslicht nicht (!). Dies ist gleich wie beim Auto. Weil aber beim TWIKE die Bremswirkung stärker ist, soll - besonders wenn andere Fahrzeuge hinterherfahren - auch leicht mit einer mechanischen Bremse gebremst werden, um Auffahrunfälle zu vermeiden!

Kopfstütze: Sie ist nur genügend wirksam, wenn der Kopf aufliegt.

[alt: Software-Fehler (Version 4.10): Wenn die Batterietemperatur über 50 °C steigt, startet der Computer des TWIKE nicht. Es funktioniert erst wieder, wenn die Batterietemperatur unter 45 °C gesunken ist. Deshalb bei kurzem Fahrtunterbruch die Steuerung nicht ausschalten. Bei längerem Unterbruch soll sie ausgeschaltet werden, ohne dass der NOT-AUS-Knopf gedrückt wird (damit die Lüfter der Batterie laufen).] Die Batterietemperatur sinkt bei Aussentemperaturen unter 25 °C um rund 5 Grad pro Stunde. Ist es wärmer, dauert die Abkühlzeit länger. - Sie können hohe Batterietemperaturen eher vermeiden, wenn Sie das TWIKE nicht gerade erst vor dem Abfahren laden, bzw. vom Netz ausstecken. Dann hat die Batterie Zeit, sich von der Ladeschluss-Temperatur auf die Umgebungstemperatur abzukühlen. (Nach der I-Ladung erwärmt sich die Batterie schneller. Die Temperatur steigt dann um einige Grad.)

 

Laden
Preis: Was kostet eine Ladung? - Diese berechtigte Frage von Besitzern von Steckdosen können Sie wie folgt beantworten: In eine leere Batterie geht nicht mehr als "ein Franken Strom" hinein. (Dies gilt für 3 Batterieblöcke.) - Ein gut aufgerundetes Trinkgeld kann nicht schaden...

Kabelrolle: Wenn Sie zum Laden eine Kabelrolle verwenden, muss das Kabel ganz ausgerollt werden, da es sich beim Laden erwärmt und ausreichend Kühlung benötigt!

Ladezeitprognose: Wie lange soll man unterwegs laden? - Bei reduzierter Ladung (Batteriestrom rund 2.5 A; vgl. Anzeige) gehen pro Stunde rund 2.5 Ah rein. Laden Sie mit 10 A Netzstrom, beträgt der Batteriestrom rund 5 A, d.h. pro Stunde laden Sie rund 5 Ah. (Dies stimmt nur während der I-Ladung, nachher geht es nicht mehr so schnell.) - Als Faustregel können Sie sich merken: Müssen Sie noch 10 km in "normalem" Gelände fahren, reicht unterwegs eine Schnelladung von etwa einer Viertelstunde.

Programmiermodus: Wenn Sie z.B. den Ladestrom speziell eingestellt haben, sollten Sie darauf achten, dass der Computer sich nicht im Programmiermodus befindet, wenn Sie das Netzkabel einstecken. Er wird sonst nicht mit der Ladung beginnen.

Warmes Wetter: Achten Sie auf die Batteriekühlung, wenn Sie zwischendurch laden wollen. (Abkühlung rund 5 °C pro Stunde, vgl. oben.) - Beim Laden über Nacht frühzeitig am Morgen ausstecken, damit sich die Batterien vor der Fahrt noch abkühlen können. Sonst wird das spätere Zwischenladen schwieriger, weil die Temperatur der Batterie auf der Fahrt früher die Grenze von 40 Grad erreicht!

[alt: Batterietemperatur über 45 °C: Warten Sie zuerst, bis sich die Batterie unter 45 °C abgekühlt hat, bevor Sie das Netzkabel zum Laden einstecken.]

Temperaturabfall: Je nach Ladezustand der Batterie wird sie sich nach Beginn der Ladung in kurzer Zeit zusätzlich um einige Grad abkühlen.

Uhr: Die Anzeige der Zeit bezieht sich immer auf die Dauer der aktuellen Ladephase. (Fehler auf Seite 34 des Betriebshandbuches.)

 

Parken
Sonne: Stülpen Sie bei schönem Wetter eine Mütze über das Display, damit es nicht zu heiss wird (Treibhaus-Effekt). Bei hoher Temperatur verschlechtert sich vorübergehend der Kontrast und die Lesbarkeit der Anzeige. Bei grosser Hitze schrumpft das Holzgehäuse, was das Display-Modul beschädigt. Dies kann zu einem Fahrstillstand und wirren Anzeigen führen. Parken Sie deshalb wenn möglich im Schatten. Lassen Sie allenfalls einen Teil der Haube offen, wenn Sie keine Wertsachen im Fahrzeug aufbewahren und das Codeschloss aktiviert haben.

Feuchtigkeit: Wenn Sie nach starkem Regen hinten im Fahrzeug auf dem Gepäckfach oder an der Wand eintretendes Wasser feststellen, muss das Leck umgehend repariert werden. Lassen Sie das TWIKE bei gedrückter NOT-AUS-Taste zuerst einige Zeit stehen, damit es genügend trocknen kann, bevor Sie wieder wegfahren. (Feuchtigkeit könnte einen Kurzschluss auslösen, der zum Durchbrennen der Batteriesicherungen führt.)

 

Aktualisiert: Juli 1996 / 16. Dezember 1997

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