TWIKE Challenge 2026 – Reise zum 30-jährigen Jubiläum des TWIKE

Im Frühjahr 1996 wurden die ersten TWIKE den Piloten übergeben. Seither fahren über 1’000 TWIKE durch Europa. Der erste Teil der Jubiläums-Challenge führt uns ganz in den Süden bis nach Sizilien. In einer Flotte von 4 TWIKE zeigen wir, dass nachhaltige Mobilität, entwickelt in der Schweiz, produziert in Europa, weit mehr umfasst als nur Elektroautofahren.

TWIKE in der Lava von 1982 des Aetna

Fotoalben der Reise:

>>> Fotoalbum No 1 bis La Spezia

>>> Fotoalbum No 2 La Spezia bis Rom

>>> Fotoalbum No 3 Rom, Pompei bis Melfi

>>> Fotoalbum No 4 Matera bis Taormina

>>> Fotoalbum No 5 Aetna bis Palermo

>>> Fotoalbum No 6 Genua bis Gelterkinden

>>> Karte mit genauer Aufzeichnung der gesamten Fahrt (GPS-Daten)


Die Fahrzeuge

Das TWIKE steht mit dem bereits 1986 vorgestellten Konzept für kompromisslose Effizienz, Funktionalität und Innovation. 4 erlesene und speziell für die Challenge mit den neusten Updates ausgerüstete TWIKE umfassen die Fahrzeugflotte für die Tour.

Die ältesten TWIKE 001 und 006 wurden im Frühjahr 1996 ausgeliefert und zeigen, dass ein TWIKE nie alt, sondern nur reifer wird.
Sie sind mit den neusten Upgrades (TW3f) ausgerüstet: Revidierte ABM 3x3 Motoren, dreifels 525V LiFe Akkus, Bucher Dual-DCU, dreifels Controller dfc4.0, Typ2 Ladedose mit 6 kW HF-Chargers.
Mit der integrierten 230V Steckdose und dem T25 Zusatzanschluss können sie an einer Typ2 Ladestation die "Mutterkuh" spielen und auch, falls nötig, unterwegs ein anderes TWIKE "notladen".

TW 001 – No 1: Das erste Serienfahrzeug
Team: Jane und Ralph

TW 006 – Der Generation-TWIKE Klassiker >>> Blog "TW3f 0006"
Team: Peter und Andy, Adrian (ab Rom)

Die TW 1007 und 1031 sind die neusten Fahrzeuge, ausgerüstet mit dem klassischen Umrichter und 360V Li-Ionen Akkus, die bereits seit 10 Jahren ihren Dienst erbringen. Das neue Typ2 Ladeinterface und zwei HF-Charger sorgen dafür, dass sie ebenfalls in einer Stunde bis zu 100 km Reichweite laden können und mit dem dreifels Remote Cockpit und GPS immer "auffindbar" sind.

TW 1007 – Der Übertausender
Team: Gsundi

TW 1031 – Das neuste "TWIKE to Fly"
Team: Philippe

bis La Spezia:
TW 1014 – Kurzurlauber
Team: Marco

Startaufstellung


Die Tour

Die Strecke wird in gemütlichen Etappen gefahren von täglich 100 - 200 km, damit genügend Zeit für Treffen und Besichtigungen bleibt. In den insgesamt 30 Tagen legen wir über 3'200 km zurück.

Am 1. Mai starten wir von verschiedenen Orten und treffen uns um 9.30h bei der TWIKE Station in Rubigen / BE (Kästli Bau AG) nach Süden.

Route



Die Reise

>>> Karte mit genauer Aufzeichnung der gesamten Fahrt (GPS-Daten)


Tag 1: Freitag, 1. Mai 2026, Gelterkinden - Domodossola

Simplon

Der erste Tag brachte uns bereits 250 km südwärts nach Domodossola.
Gsundi (TW 1007) sammelten wir um 7.15h in Sissach ein, Andy in Diegten, Peter trafen wir kurz vor Wynigen, Marco (TW 1014) und Philippe (TW 1031) trafen wir bei der TWIKE Station in Rubigen.
Beim Mittagessen in Kandersteg können wir Creative Charging 2.0 testen. 3 Ladestation sind frei, 5 TWIKE wollen in 1 Stunde wieder auf 80% sein. Das geht locker, sodass wir nach der Geisterbahnfahrt den Simplon auf der alten Passstrasse erklimmen können und dann zügig nach Domodossola gleiten.



Tag 2: Samstag, 2. Mai 2026, Domodossola - Turin

Lingotto Turin

Den Alpen entlang kurven wir 205 km auf Nebenstrassen nach Biella. Berge, Seen, viele Velofahrer und ein paar knatternde Motorräder. Alle drehen die Köpfe, vor allem wenn nicht nur 1 sondern 2, 3, 4, 5 so ausserirdische Kapseln vorbei schweben.
In Biella versagt die Planung, denn die erste Ladestation war in einem Innenhof, der Samstags geschlossen ist, die zweite in einem ebenfalls geschlossenen Parkhaus. Dafür ist die 3. Wahl perfekt: 5 Ladestationen, alle frei und auf Anhieb willig. Die Ladepause reicht nur knapp fürs Mittagessen. Das Besichtungsprogramm der Wollverarbeitung und des Kunstateliers müssen wir leider auslassen.
In Turin, FIAT City, logieren wir im Hotel in der ehemaligen Autofabrik, Baujahr 1923. Das waren noch Zeiten.



Tag 3: Sonntag, 3. Mai 2026, Turin

Lingotto Turin

Die Stadt ist grosszügig angelegt. Römischer Grundriss, amerikanische Auto-Massenproduktion und italienische Lebenfreude machen sie zur Weltstadt.
Die Dachbesichtigung mit hochkomprimiertem FIAT Museum runden wir ab mit einer ausgedehnten Stadtwanderung.
Leider schaffen wir es nicht mit den TWIKE auf Dach zu dürfen, trotz mehreren Bestechungsversuchen.



Tag 4: Montag, 4. Mai 2026, Turin - Pregola

Pregola

Dem Po entlang fahren wir nach Osten. Die Wetterprognose versprach Regen. Unser Ziel war Hotel Olimpia, bzw. das Trainingscamp auf 1000 m in Pregola kurz vor Bobbio. Das Wetter war wunderbar, kein Tropfen und angenehm kühl. Google hat uns zwar ziemlich über Hauptstrassen via Casale Monferrato, Alessandria und Tortona nach Varzi geführt, dafür hatten wir gut Zeit die kleinsten Wege zu unserem Bergresort zu nehmen, wo uns der Kuckuck begrüsste.



Tag 5: Dienstag, 5. Mai 2026, Pregola - La Spezia

LaSpezia

Den Start müssen wir heute verschieben, denn es regnet in Strömen. Um 10 Uhr klart es auf, sodass wir uns auf der Weg zum Meer machen können. Die Strasse hat unendlich viel Kurven und noch einen 1200 m hohen Pass. Der Cinque Terre Küste entlang kurven wir nach La Spezia. Das ist die letzte Etappe mit Marco zusammen.

>>> Album 01 bis La Spezia



Tag 6: Mittwoch, 6. Mai 2026, LaSpezia

LaSpezia

La Spezia ist die Stadt der italienischen Marine. Der 1860 erbaute Hafen und die Werften prägen die Stadt. Wir besuchen daher als erstes das Museo Tecnico Navale, ein Museum für Marinetechnik. Die TWIKE haben Pause . . . wir laufen 18000 Schritte.



Tag 7: Donnerstag, 7. Mai 2026, La Spezia - Pisa

Carrara

Entlang der Küste meint man Schneeberge zu sehen. Es ist zwar weiss, aber nicht so kalt: Der berühmte Marmor von Carrara. Der Berg wird seit den Römern blockweise zersägt und in Kunstwerke verwandelt. Das wollen wir genauer anschauen. Wir dringen mit den TWIKE in das wohl edelste Bergwerk ein.
Die Nacht verbringen wir in Pisa. Natürlich nicht ohne den berühmtesten Bauschaden zu besteigen.



Tag 8: Freitag, 8. Mai 2026, Pisa - Florenz

EGO

Zwischen Pisa und Florenz war das Silicon Valley des 16 Jh. Die moderne Wissenschaft und Technik wurde hier erfunden und ist immer noch an vorderster Front dabei.
Erster Halt ist deshalb das European Gravitational Observatory aufzusuchen. Leider gibt es heute keine Führung, aber wir stellen uns einfach vor den Eingang und packen den ersten neugierigen Mitarbeiter, der raus kommt. Den Vakuumtechniker quetschen wir gleich aus, und weil Gsundi, Peter und Philippe das meiste schon wissen, tauchen wir schnell ganz tief in die Materie ein.

Piaggio liegt nicht weit entfernt in Pontedera. Millionen kleine, lärmige Stinker kamen von dort, aber auch nachhaltiges, z.B. das Vorderrad des TWIKE ;-)

Dem berühmtesten Blogger aus dem 16.Jh müssen wir natürlich in Vinci auch die Ehre erweisen.

Auf 125 km geniessen wir dazwischen auf dem Weg nach Florenz die malerischen Olivenhaine und Rebberge der Toscana.



Tag 9: Samstag, 9. Mai 2026, Florenz - San Gimignano - Siena

09 Siena

Toskana wie im Bilderbuch. So intensiv reisen wir sonst ja nicht, aber heute muss es sein: Florenz, San Gimignano und Siena an einem Tag. Dazwischen gleiten wir auf kleinen Strsssen durch Olivenhaine und Rebberge.
Marco ist mit den TW1014 heute über den Gotthard Pass und wieder gut zuhause angekommen.



Tag 10: Sonntag, 10. Mai 2026, Siena - Orvieto

10 Orvieto

Unterwegs besichtigen wir trotz heftigen Regengüssen die faszinierende Thermalquelle von Filippo und das Schloss Torre Alfine auf dem Hügel.



Tag 11: Montag, 11. Mai 2026, Orvieto - Rom

11 Rom

Obwohl ja alle Wege nach Rom führen, finden wir unseren Weg nur mit vielen Zusatzschlaufen. Google lotst uns auf ungeteerten Feldwegen durch die endlosen Haselnussplantagen. Am Lado di Bracciano entspannen wir uns bevor wir in das Gewühl von Rom eindringen. Fast plangemäss sind wir nach 1475 km in Rom angekommen. Adrian trifft uns dort und übernimmt den Steuerküppel von Peter.

>> Fotoalbum No 2 La Spezia bis Rom



Tag 12: Dienstag, 12. Mai 2026: Rom

Rom

Rom kann man nicht einfach auslassen. Ein Tag Sightseeing ist angesagt. Wir teilen uns auf. Zu Fuss folgen wir den Attraktionen. Thermen, Circus Maximus, Kolosseum, Fontana di Trevi, Pantheon . . . und so weiter. We've seen it all. 26000 Schritte.



Tag 13: Mittwoch, 13. Mai 2026, Rom - Cassino

13

Cassino ist nicht auf der Liste der normalen Touristenroute. Wir sind eigentlich nur dort, weil es so schön in der Mitte zwischen Rom und Neapel liegt. Erst vor Ort merken wir, dass es die Alfa Romeo Stadt ist und 1944 bei einer grossen Schlacht komplett flach gebombt wurde.



Tag 14: Donnerstag, 14. Mai 2026, Cassino - Pompei

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In Pompei ist unser längster Aufenthalt. 3 Nächte sind wir bei Zeus bzw. in der Villa Diomede. Zeit, um den Touristenmeuten zu folgen.



Tag 15: Freitag, 15. Mai 2026, Pompei

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Den Berg, der Pompei 79 BC zerstörte und berühmt machte, wollen wir kennenlernen. Wir machen es auf die bequeme Art per Linienbus. In 50 Min sind wir oben . . . und sehen die Wolken von innen.



Tag 16: Samstag, 16. Mai 2026, Pompei

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Die Stadt ist zu einem grossen Teil ausgegraben. Mit 20'000 Besuchern ist sie wieder so bevölkert wie vor 2000 Jahren, einfach nur tagsüber.



Tag 17: Sonntag, 17. Mai 2026, Melfi

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Aus dem Touristentrubel entfliehen wir über die Berge nach Osten.

>>>> Fotoalbum No 3 Rom, Pompei bis Melfi





Tag 18: Montag, 18. Mai 2026, Matera

16

Auf der Schnellstrasse sausen wir weiter ohne Halt nach Matera.


Tag 19: Dienstag, 19. Mai 2026: Matera

Matera

In Matera haben wir wieder zwei Nächte. Sie uralte Höhlenstadt ist einmalig. In 3300 Höhlenwohnungen lebten bis 1953 die Bauern mit ihren Tieren zusammen wie vor Jahrtausenden. Danach wurden sie 'evakuiert' in zeitgemässe Wohnblöcke. Die Höhlen werden modern renoviert und den Touristen vermietet.



Tag 20: Mittwoch, 20. Mai 2026: Cosenza

Cosenza

Die Route nach Sizilien führt uns über Cosenza. Wir stecken bei der Mittagspause kurz die Füsse ins bereits badebereite Ionische Meer, auch wenn man im Norden noch Schneeberge sieht.
Cosenza liegt in den Bergen, wie oft hier mit einer alten Burg auf einen Hügel. Interessant ist, dass hier fast die Hälfte der Bevölkerung in den letzten 45 Jahren verschwunden ist




Tag 21: Donnerstag , 21. Mai 2026:

Capo Vaticano

Capo Vaticano liegt auf den Weg nach Sizilien. Wir haben mitten im Felde ein Resort gefunden zum relaxen, übernachten und die Sicht auf das Tyrrhenische Meer zu geniessen.



Tag 22: Freitag, 22. Mai 2026: Taormina

Taormina

Nach der Überquerung der Meerenge bei Messina erreichen wir Taormina am Fuss des Aetna.



Tag 23: Samstag, 23. Mai 2026: Aetna und Randazzo

Aetna

Die Wettergötter sind uns gut gesinnt, sodass wir uns kurzfristig entscheiden eine Tour auf 2800m zu buchen. Die ersten 1800 m per TWIKE, danach mit 4x4 Bus.



Tag 24: Pfingstsonntag, 24. Mai 2026: Gangi

Gangi

Die ausgewählt Route durch Sizilien erweist sich als Volltreffer. Über kurvige Strassen gleiten wir fast ohne Verkehr, oft bis auf 1000 m ü. M. über die Hügel, gesäumt von gelb blühendem Ginster und roten Spornblumen. In der ehemaligen Mafiahochburg Gangi übernachten wir in einem 2018 auf höchstem Niveau renovierten Altstadthaus. Ein Architekten-Hochgenuss.
Gangi liegt wie fast alle Dörfer hier auf einer Felsspitze und ist so eng bebaut, dass wir mit dem Massband prüfen, bevor wir mit dem TWIKE durchfahren.



Tag 25: Pfingstmontag, 25. Mai 2026: Santa Flavia


Flavia

Schon sind wir fast am Ende: Nach 2'970 km erreichen wir Santa Flavia, kurz vor Palermo. Etwas Ferien darf sein, also springen wir ins Wasser.


>>> Fotoalbum No 5 Aetna bis Palermo




Tag 26: Dienstag, 26. Mai 2026: Palermo

Palermo

Palermo ist so wie man sich Italien vorstellt: Heiss, viel Verkehr und alles etwas chaotisch. Wir nehmen den Zug und setzen uns in ein Kaffee bis die Fähre verladebereit ist.

Genau nach 2'999.95 km stehen die 4 TWIKE im Bauch der Fähre im Hafen von Palermo. Zeit uns 20 Stunden frei von Internet und Schlaglöchern zu entspannen. Trotz rassigen 45 km/h hat die Seele nun Zeit uns wieder einzuholen.



Tag 27: Mittwoch, 27. Mai 2026: Genua

Genua

Mit einer Stunde Vorsprung erreichen wir den Hafen von Genua. Das Meer war flach, die Fähre konnte 19 Stunden vollgas fahren.
In Genua ist wieder voll Italien, Scooter und Motorräder überall. Wir übernachten unweit der Altstadt ein einem kleinen Hotel, sodass wir gemütlich zu Fuss die Altstadt erkunden können.




Tag 28: Donnerstag , 28. Mai 2026: Novara

Novara

Aus Genua flüchten wir über eine kleine Bergstrasse und fahren dann quer durch die Po-Ebene nach Novara. Die Hitzewelle hat uns voll eingeholt. Wir fahren so schnell wie möglich und verstecken und dann in einem Kloster aus dem 15. Jahrhundert.



Tag 29: Freitag, 29. Mai 2026: Simplonpass

Simplon

Von Novara ist es nicht mehr weit bis Domodossola. Ein letztes Mal Italienische Küche zum Zmittag und danach in die kühlen schönen Schweizer Berge.
Besonderes Highlight ist das Observatorium, wo wir exklusiv die Sonnenflecken und Protuberanzen anschauen können und am Abend einen Blick auf Jupiter mit 4 gut sichtbaren Monden und unseren eigenen Vollmond werfen.



Tag 30: Samstag, 30. Mai 2026: Gelterkinden

Gelterkinden

Gemeinsam fahren wir bis Steg, testen dort den Tesla Supercharger (WC und Sprudelwasser ok, Ladestation schlecht).
Philippe mit TW 1031 fährt über Sion weiter, wir nehmen nochmals den Lötschberg. Kurz vor Langenthal kommt uns das Empfangskomitee mit Peter und Johannes im TW 551 entgegen.
Nach 3'511 Kilometer und 215 kWh sind wir wieder im Heimathafen . . . ohne Pannen, ohne Zwischenfälle. TWIKE at it's best . . . die perfekte Reise.

>>> Fotoalbum No 6 Genua bis Gelterkinden